Über uns

Das Orlando-Ensemble widmet sich in besonderem Maße der Renaissancemusik; sucht aber ebenso nach deren Ursprüngen im Mittelalter und verfolgt ihre Spuren bis in unsere Zeit hinein.

Das beliebteste Instrument des Mittelalters war die Fidel. Sie wurde in allen Größen gebaut, je nach Wunsch des Spielers. Mit ihr konnte man sowohl begleiten als auch selbst kunstvolle Melodien erzeugen. Auf mittelalterlichen Abbildungen werden Fideln sowohl von Engeln und adligen Damen als auch von Menschen aus dem Volk, den Spielleuten, gespielt. Warm und rauh oder zart und hell und lieblich – je nach Größe entsteht ein ganz besonderer Klang.

Ein wichtiges Streichinstrument ab dem 15. Jahrhundert wurde die Viola da gamba. Auch sie erzeugt einen ganz eigenen, erdverbundenen Streicherklang, der die Musik der europäischen Renaissancezeit prägen wird.

So wie das Streichinstrumentarium des Mittelalters und der Renaissance noch weitgehend ohne Vibrato gespielt wird, klingen auch die Singstimmen im Ensemble stets rein und klar. Zusammen mit der Truhenorgel und der Chitarrone entsteht so ein farbenprächtiges Klangbild, das alle Facetten des emotionalen Ausdrucks stimmungsvoll bereithält.

Je nach ihrem Inhalt setzen die Programme unterschiedliche Schwerpunkte: in alten Kirchen und Klöstern klingen die mittelalterlichen Weisen berückend schön, andere Konzertorte mit weniger akustischem Nachhall erlauben die Verbindung der Musik mit dem gesprochenen Wort in Form von lyrischen Texten.

Die freundschaftliche Verbindung des Ensembles zu mehreren in Deutschland lebenden Komponisten ermöglicht Uraufführungen und Aufführungen neuer Werke, die speziell für das Orlando-Ensemble geschrieben wurden. So gelingt es dem Ensemble, einen musikalischen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu schlagen.

Besetzung

Juliane Maria Esselbach
Sopran

Henny Mirle
Mezzosopran

Kai Schulze-Forster
Truhenorgel, Cembalo

Tilman Muthesius
Viola da gamba

Petra Prieß
Fideln und Violine

Konrad Navosak
Laute, Chitarrone, Barockgitarre